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Mehrere Festnahmen auf der Wiesn: Messerangriff, Maßkrug-Attacken und Widerstand gegen Polizei

Am Wiesn-Wochenende kam es zu mehreren Körperverletzungsdelikten in Festzelten sowie zu Widerstand gegen Polizeibeamte, zudem konnte ein länger zurückliegender Fahndungsfall aufgeklärt werden.

Die Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) und das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei meldeten mehrere Einsätze rund um das Oktoberfest auf der Theresienwiese. Am Sonntag, 27.09.2026, kam es in Festzelten zu mehreren Auseinandersetzungen mit Verletzten, in deren Zuge Tatverdächtige vorläufig festgenommen wurden. Zudem wurde eine zuvor eingeleitete Öffentlichkeitsfahndung im Zusammenhang mit einer gefährlichen Körperverletzung aus dem Frühjahr 2025 widerrufen, nachdem ein Tatverdächtiger identifiziert werden konnte.

Messerattacke in Festzelt: 32-Jähriger verletzt

Am Sonntag, 27.09.2026, gegen 20:20 Uhr, kam es in einem Festzelt zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 24-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Saarland und einer dort sitzenden Frauengruppe. Nachdem Annäherungsversuche des Mannes zurückgewiesen worden waren, wollte er nach derzeitigem Ermittlungsstand eine der Frauen schubsen. Ein 32-jähriger britischer Wiesnbesucher, der dies bemerkte, ging dazwischen und sprach den Mann an. Daraufhin entwickelte sich zwischen den beiden Männern eine körperliche Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf nahm der 24-Jährige ein dort befindliches Messer und verletzte den 32-Jährigen damit am Unterarm. Der Geschädigte erlitt eine Schnittverletzung, die durch den Sanitätsdienst auf dem Festgelände medizinisch behandelt und genäht wurde. Der Tatverdächtige wurde von verständigten Polizeibeamten vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Anschließend wurde er in Gewahrsam genommen. Gegen den 24-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei.

Maßkrug-Wurf trifft zwei Männer am Kopf

Ebenfalls am Sonntag, 27.09.2026, gegen 21:30 Uhr, kam es in einem Festzelt zunächst zu einem verbalen Streit zwischen drei Männern. Im weiteren Verlauf nahm einer der Männer einen Maßkrug und warf diesen in Richtung der beiden anderen Männer, wobei er beide jeweils am Kopf traf. Die beiden Geschädigten wurden durch den Wurf leicht verletzt und klagten über Schmerzen im Kopfbereich, eine medizinische Behandlung vor Ort lehnten beide ab. Der Tatverdächtige wurde durch verständigte Polizeibeamte vorläufig festgenommen, anschließend wurden er sowie die beiden Geschädigten zur Wiesnwache gebracht. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Ebersberg, bei den Geschädigten um einen 25-jährigen sowie einen 36-jährigen Deutschen, beide mit Wohnsitz in München. Der 28-Jährige wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei.

Erheblicher Widerstand gegen fünf Polizeibeamte

Am Sonntag, 27.09.2026, gegen 23:00 Uhr, befand sich ein Mann in einer Toilettenkabine eines Festzelts. Polizeibeamte nahmen aus der Kabine auffällige Geräusche wahr und wollten den Mann beim Verlassen der Toilette kontrollieren. Als die Beamten ihn ansprachen und festhalten wollten, riss er sich los und leistete im weiteren Verlauf erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Er riss sich erneut kraftvoll los, woraufhin er gemeinsam mit mehreren Beamten gegen einen Tisch stürzte. Auch am Boden wehrte er sich weiterhin erheblich gegen seine Fesselung, sodass insgesamt fünf Polizeibeamte erforderlich waren, um den Widerstand zu überwinden. Die eingesetzten Beamten wurden nicht verletzt, der Tatverdächtige erlitt leichte Verletzungen. Bei ihm handelt es sich um einen 41-jährigen US-Amerikaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Der Mann wurde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt und nach Erhebung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden auf der Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) geführt.

Schlag mit Maßkrug ins Gesicht nach Streit

Am Sonntag, 27.09.2026, gegen 20:20 Uhr, kam es in einem weiteren Festzelt aus bislang unbekannten Gründen zu einem Streit zwischen einem 48-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und zwei weiteren Männern. Bei einem der beiden handelt es sich um einen 41-jährigen Deutsch-Mexikaner mit Wohnsitz in Niedersachsen, der zweite Mann ist bislang unbekannt. Im Verlauf des Streits schubste der unbekannte Mann den 48-Jährigen, anschließend schlug ihm der 41-Jährige mit einem Maßkrug frontal ins Gesicht. Der 48-Jährige wurde dadurch im Gesichtsbereich leicht verletzt und durch den Sanitätsdienst auf dem Festgelände medizinisch behandelt. Der 41-Jährige wurde noch vor Ort von verständigten Polizeibeamten vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht, während sich der unbekannte Tatverdächtige noch vor Eintreffen der Polizei vom Tatort entfernte. Der 41-Jährige wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und Abschluss der weiteren polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen werden auf der Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) geführt.

Öffentlichkeitsfahndung nach Identifizierung widerrufen

Wie bereits berichtet, kam es am Freitag, 02.05.2025, gegen 23:30 Uhr, zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 18-Jährigen im Bereich des U-Bahnhofs Theresienwiese. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnte der Täter unerkannt flüchten. Das Kommissariat 24 übernahm die weiteren Ermittlungen und konnte durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen Bilder des unbekannten Täters sichern. Mittlerweile konnte aufgrund mehrerer Hinweise aus der Bevölkerung ein Tatverdächtiger identifiziert werden, ein 24-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg. Die Öffentlichkeitsfahndung wird daher widerrufen.

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