Sexuelle Belästigung in Trambahn der Linie N19 in Laim: 22-Jähriger festgenommen
Eine 21-Jährige konnte sich in der Nacht in die Führerkabine der Trambahn flüchten, wo der Fahrer den Polizeinotruf wählte.
Nach einer sexuellen Belästigung in einer Trambahn der Linie N19 hat die Münchner Polizei in Laim einen Tatverdächtigen festgenommen. Am Mittwoch, 21.10.2026, zwischen 03:30 Uhr und 04:00 Uhr, befand sich eine 21-jährige Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München in der Trambahn. Dort wurde sie von einem 22-Jährigen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland angesprochen.
Nach einem anfänglichen kurzen Gespräch wollte die 21-Jährige den Kontakt zu dem 22-Jährigen abbrechen. Daraufhin begann er, sie oberhalb der Kleidung am Oberschenkel zu berühren. Trotz mehrmaliger Aufforderung, dies zu unterlassen, ließ der 22-Jährige nicht von ihr ab.
Daraufhin wandte sich die 21-Jährige an den Trambahnfahrer und machte ihn auf die Situation aufmerksam. Der Fahrer erlaubte ihr, in die Führerkabine einzutreten, um der Situation zu entkommen. Anschließend wählte er den Polizeinotruf 110.
Die verständigte Polizeistreife konnte den 22-jährigen Tatverdächtigen noch in der Trambahn festnehmen. Er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 15.
Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame Informationskampagne „Sicher unterwegs“ hin. Sie wurde vom Polizeipräsidium München, der MVG-München, der Deutschen Bahn und der Bundespolizei München ins Leben gerufen und soll das subjektive Sicherheitsempfinden im Bereich öffentlicher Verkehrsmittel steigern.
Wer im öffentlichen Personenverkehr Opfer oder Zeuge einer Straftat wird oder sonstige verdächtige Beobachtungen macht, wird von den Akteuren ermutigt, Hilfe zu holen. In allen U- und S-Bahnen gibt es Sprechstellen, über die die Lokführer informiert werden können. An den Bahnsteigen befinden sich Notrufsäulen, über die man mit den Leitstellen der Verkehrsunternehmen verbunden wird. Auch über den Polizeinotruf 110 erhält man ebenso schnell Hilfe. Im Schnitt sind bei dringenden Einsätzen die ersten Polizeikräfte innerhalb von vier Minuten vor Ort.
Auch wenn keine Sicherheitskräfte anwesend sind, zeigen immer wieder Personen Zivilcourage, indem sie Hilfe rufen, sich als Zeugen zur Verfügung stellen oder selbst in Situationen einschreiten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Zuständig: Münchner Polizei, Kommissariat 15



