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Neues Stadibau-Wohnquartier in München-Harlaching eingeweiht: 82 Wohnungen für Staatsbedienstete

An der Harthauser Straße in München-Harlaching hat der Freistaat Bayern ein neues Wohnquartier mit 82 bezahlbaren Wohnungen für Staatsbedienstete eröffnet.

Der Freistaat Bayern hat an der Harthauser Straße in München-Harlaching ein neues Wohnquartier für Staatsbedienstete eingeweiht. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter übergab dort 82 bezahlbare Single- und Familienwohnungen, die Platz für rund 250 Menschen bieten. „In nur gut zwei Jahren ist hier ein attraktives Wohnquartier für rund 250 Menschen entstanden. Das entlastet nicht nur den Münchner Wohnungsmarkt. Es trägt auch zur Attraktivität des Freistaats als Arbeitgeber bei. Gerade in teuren Regionen preiswerte Wohnungen anbieten zu können, ist ein wichtiger Baustein bei der Personalgewinnung und -bindung“, erklärte Bernreiter. Insgesamt investierte der Freistaat rund 36 Millionen Euro in das Bauprojekt.

Das Grundstück, auf dem das neue Quartier entstanden ist, hat eine bewegte Geschichte: Nach der Zerstörung der Privatvilla von Rudolf Heß im Zweiten Weltkrieg nutzten die Amerikaner das Areal zunächst als Jugendcamp und Sportgelände. Später diente es als Standort der Probebühne des Gärtnerplatztheaters, bis das Grundstück im Zuge der Theatersanierung wieder freigegeben wurde. In bevorzugter Lage direkt am Isarhochufer, nahe der Isar und dem Perlacher Forst, entstanden nun fünf Stadthäuser mit insgesamt 82 Wohnungen für rund 250 Bewohnerinnen und Bewohner.

Die dreigeschossigen Gebäude wurden in Massivbauweise nach dem KfW-55-Standard errichtet und stehen größtenteils auf den Grundflächen der ehemaligen Bebauung. Dadurch wird die Bodenversiegelung minimiert und der vorhandene Baumbestand geschont. Auch das Prinzip der sogenannten „Schwammstadt“ wurde berücksichtigt: Ausgedehnte Sickerflächen sollen Überflutungsschäden bei Starkregen verhindern und im Sommer für Kühlung sorgen. Die Energieversorgung erfolgt über Luftwärmepumpen sowie Photovoltaikanlagen auf den artenreich begrünten Dächern. In der Tiefgarage stehen den Bewohnern 77 Stellplätze zur Verfügung.

Alle Häuser sind mit Aufzügen ausgestattet, die Wohnungen selbst barrierefrei gestaltet und verfügen über überdachte Loggien, Balkone oder Terrassen. Für das gemeinschaftliche Zusammenleben wurden zudem ein Spielplatz im Innenhof, Gemeinschaftsräume, Hochbeete zum Gärtnern sowie eine gemeinschaftliche Fahrradwerkstatt in der Tiefgarage eingerichtet.

Andreas Nietsch, Geschäftsführer der Baunova, zeigte sich zufrieden mit dem Projektverlauf: „Wir freuen uns, dass innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmens 82 hochattraktive und zugleich bezahlbare Wohnungen für Staatsbedienstete geschaffen werden konnten. Allein in diesem Jahr wird die Stadibau über 300 Wohnungen in München fertigstellen und beziehen. Damit leisten wir einen starken Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in München.“

Die Stadibau GmbH wurde 1974 gegründet und feierte vor zwei Jahren ihr 50-jähriges Bestehen. Die Gesellschaft verfügt mittlerweile über einen Bestand von fast 9.350 Wohnungen, weitere 825 befinden sich im Bau. Seit dem 6. März 2025 ist die Stadibau gemeinsam mit den beiden weiteren staatlichen Wohnungsbaugesellschaften BayernHeim und Siedlungswerk Nürnberg unter dem Dach der neuen Holding „Baunova Bayern GmbH“ zusammengefasst. Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln, bestehende Strukturen strategisch weiterzuentwickeln und Synergien zu nutzen. Die Baunova Bayern GmbH kommt mit ihren drei Tochtergesellschaften derzeit auf einen Gesamtbestand von 19.919 Wohnungen, weitere 5.097 Wohnungen befinden sich im Bau.

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