Taschendieb am Goetheplatz in München festgenommen
Taschendiebfahnder beobachteten in der Ludwigsvorstadt einen Mann bei einem versuchten Diebstahl – bei ihm fand sich die EC-Karte eines weiteren Geschädigten, der von einem möglichen Zusammenhang mit einer früheren Tat berichtet.
Taschendiebfahnder aus München und Lissabon haben am Dienstag, 29.09.2026, gegen 23:45 Uhr am Goetheplatz in der Münchner Ludwigsvorstadt einen 46-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland festgestellt. Der Mann suchte nach Angaben der Polizei offensichtlich Kontakt zu betrunkenen Wiesnbesuchern.
Kurze Zeit später beobachteten die Fahnder, wie der Bulgare einem 47-jährigen norwegischen Wiesnbesucher, der aufgrund seiner Trunkenheit am Boden lag, in die Gesäßtasche griff und versuchte, die Geldbörse herauszuziehen. Dies gelang ihm jedoch nicht.
Als sich der Mann vom Tatort entfernen wollte, wurde er vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung des 46-Jährigen fanden die Einsatzkräfte die EC-Karte eines 48-jährigen Deutschen.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde diese EC-Karte in der Nacht des 28.09.2026 entwendet. Der 48-Jährige erstattete bei der Polizeiinspektion 21 Anzeige. Er gab an, sich in dieser Nacht in einer Bar in der Schillerstraße aufgehalten und dort einen Mann kennengelernt zu haben, der ihm ein Getränk ausgab. Nachdem er davon getrunken hatte, sei ihm plötzlich schwindelig geworden, und er habe für etwa 12 Stunden die Erinnerung verloren. Als er wieder zu sich kam, stellte er fest, dass mit seiner EC-Karte 5.000 Euro abgehoben worden waren. Ob ein Zusammenhang zwischen dieser Tat und dem versuchten Taschendiebstahl am Goetheplatz besteht, wird geprüft.
Da der Bulgare in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wurde er in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Er wird einem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 55.



