Deutschland & Welt

München wird deutscher Bewerber für Olympische und Paralympische Spiele

Die Delegierten der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden haben München als deutschen Kandidaten für eine Olympia-Bewerbung ausgewählt.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) in Baden-Baden haben die Delegierten das Konzept der Landeshauptstadt München als aussichtsreichsten deutschen Kandidaten für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele gewählt. Der DOSB wird sich damit ab sofort gemeinsam mit München beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Ausrichtung der Spiele in Deutschland bewerben.

„Wir werden Deutschland im internationalen Wettkampf um Olympia nicht enttäuschen!“ erklärte Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands e.V. (BLSV), im Anschluss an die Abstimmung. Für München beginne damit eine neue Zeitrechnung.

Im September 1972 fanden die letzten Olympischen Spiele in Deutschland statt. 54 Jahre später soll der DOSB mit München nun erneut eine Bewerbung für Deutschland beim IOC einreichen. Ammon würdigte dabei die Arbeit der Verantwortlichen: „Das Konzept der Landeshauptstadt München vereint alles, was moderne und nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele heute und in Zukunft brauchen. Die Macher hinter diesem Konzept, allen voran unser Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Bayerns Sportminister Joachim Herrmann und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause, haben einen exzellenten Job gemacht und Bayern, die Landeshauptstadt sowie den Sport mit Bravour vertreten. Als Vertreter des organisierten Sports in Bayern sind wir stolz, Teil dieser olympischen Bewegung und Bewerbung sein zu dürfen!“

Im Mittelpunkt des Münchner Konzepts steht ein sogenanntes One-Village-Konzept, das auf maximale Nachhaltigkeit setzt. Zentraler Bestandteil ist der seit 54 Jahren etablierte Olympiapark mit seinem bekannten Stadion. Rund 90 Prozent aller Sportveranstaltungen sollen laut Konzept innerhalb des Stadtgebiets im Radius von 30 Kilometern stattfinden. Die Segelwettbewerbe sind, wie bereits 1972, in Kiel vorgesehen, die Kanu-Wettbewerbe sollen erneut im Augsburger Eiskanal ausgetragen werden, der bis heute international als Weltklasse-Anlage gilt.

„Olympische und Paralympische Spiele in München sind kein Prestige-Objekt. Es werden Spiele für die Athletinnen und Athleten“, betonte Ammon. Das One-Village-Konzept mit den Partnerstädten Kiel und Augsburg sei kein nostalgisches Projekt, sondern die realistische und durchdachte Nutzung bereits vorhandener, hochmoderner Infrastruktur. Gleichzeitig müssten die Vorbereitungen nicht nur punktuell an den Wettkampfstätten stattfinden, sondern ganz Deutschland mobilisiert werden. Es brauche flächendeckend eine gesunde Sportinfrastruktur, damit auch die eigenen Athletinnen und Athleten die Chance auf eine erfolgreiche Teilnahme an Spielen im eigenen Land erhielten.

Nach dem Entscheid in Baden-Baden folgen nun mehrere weitere Schritte auf dem Weg zum IOC. Ammon dankte den Delegierten und Stimmberechtigten der DOSB-Mitgliederversammlung für ihr Vertrauen in die Landeshauptstadt München, den Freistaat Bayern und den BLSV. Man werde die Zusammenarbeit mit allen Partnern des Sports weiter verstärken, um gemeinsam mit dem DOSB eine wettbewerbsfähige Bewerbung für Deutschland beim IOC vorzulegen.

Ähnliche Artikel

Werbeblock erkannt

Sie können untere Nachrichten und Meldungen nur mit deaktiviertem Webeblocker lesen. Wir stellen unsere Meldungen für sie kostenfrei zur Verfügung, dann ist es nur fair, wenn wir mit Werbung uns versuchen, zu finanzieren.