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Donauwörth: Polizei stoppt getunten E-Scooter nach Verfolgung mit Speed-Pedelecs

Ein 15-Jähriger flüchtete auf einem manipulierten E-Scooter mit überklebtem Kennzeichen vor einer Fahrradstreife, am Ende stürzten drei Beteiligte.

Eine uniformierte Fahrradstreife der Polizeiinspektion Donauwörth hat am 01.10.2026 gegen 14.28 Uhr im Bereich des Spielplatzes am Neurieder Weg einen E-Scooter-Fahrer bemerkt, dessen Kennzeichen zur Unkenntlichmachung komplett überklebt war. Als die Streife den Jugendlichen kontrollieren wollte, entzog er sich der angekündigten Kontrolle und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt. Die Beamten konnten folgen, da die dienstlichen Speed-Pedelecs eine deutlich höhere Motorunterstützung aufweisen als normale Elektrofahrräder.

Auf seiner Flucht erreichte der Jugendliche Geschwindigkeiten, die doppelt so hoch waren, wie ein Elektrokleinstfahrzeug erlaubterweise fahren darf. Er befuhr den belebten Wörnitzsteg über das Gelände der Berufsschule Kolping und verfehlte Fußgänger nur knapp. Seine Flucht setzte er über Gehwege, einen Parkplatz sowie die Heilig-Kreuz-Wiese und den geschotterten Uferbereich der Wörnitz fort. Sämtliche Anhaltesignale missachtete er.

Unterhalb des Färbertörls schnitt der Flüchtende einem aufschließenden Beamten augenscheinlich vorsätzlich den Weg ab, wodurch es zum Zusammenstoß kam. Beide Polizeibeamten sowie der Jugendliche stürzten zu Boden, der E-Scooter prallte gegen einen Baum. Die Beamten und der Jugendliche wurden leicht verletzt. Der E-Scooter wurde amtlich sichergestellt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einen geschätzt dreistelligen Betrag.

Im Nachgang räumte der Jugendliche ein, das Kennzeichen abgeklebt zu haben, um eine Identifizierung zu umgehen. Zudem bestätigte er die technische Aufhebung der Drosselung des E-Scooters. Er hatte keinerlei Fahrerlaubnis für das Gefährt, dessen Fahrzeugart sich durch die Manipulation änderte. Da bei dem 15-Jährigen außerdem der Verdacht einer Beeinflussung durch Medikamente bestand, wurde auf der Dienststelle der Polizeiinspektion Donauwörth eine ärztliche Blutentnahme veranlasst. Die Beamten leiteten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen, Gefährdung des Straßenverkehrs, Kennzeichenmissbrauch, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, das Straßenverkehrsgesetz und die Elektrokleinstfahrzeugeverordnung ein. Nach Abschluss der Erstmaßnahmen wurde der 15-Jährige einer Erziehungsberechtigten übergeben.

Sowohl der Beschuldigte als auch die beiden Polizeibeamten hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Weitere konkret gefährdete Personen sowie eine Zeugin, die sich kurzzeitig unmittelbar neben dem Färbertörl auf einer Bank aufhielt, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0906/706670 an die Polizeiinspektion Donauwörth zu wenden.

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