Kreiskliniken Dillingen-Wertingen: Geschäftsführerin Frank sieht Häuser auf gutem Weg
Wie die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen trotz schwieriger Rahmenbedingungen Geburtshilfe, Gynäkologie und Personal stärken wollen, schildert Geschäftsführerin Dr. Elke Frank.
Die aktuellen politischen und strukturellen Rahmenbedingungen stellen Krankenhäuser bundesweit vor große Herausforderungen. Das betrifft auch die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen. „Wir arbeiten intensiv daran, die wirtschaftliche Situation unserer Häuser zu stabilisieren und die medizinischen Angebote weiterzuentwickeln, damit die Versorgung der Menschen in der Region langfristig sicher ist“, betont Geschäftsführerin Dr. Elke Frank.
Unter anderem erwähnt sie die Geburtshilfe, für deren Erhalt man sich einsetze. Frank erklärt: „Dafür müssen jedoch die gesetzlich vorgeschriebenen qualitativen und personellen Voraussetzungen dauerhaft erfüllt werden.“ Deshalb sei es für die Dillinger Klinik so wichtig, „eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in unserer Region sowie den Hebammen und weiteren Partnern in der Gesundheitsversorgung anzustreben.“
Auch die gynäkologische Versorgung werde weiter ausgebaut. Unter der Leitung von Chefarzt und Gynäkologe Jan Olek werden bereits unter anderem Patientinnen mit Endometriose erfolgreich behandelt. Die Geschäftsführerin informiert: „Zusätzlich ist ab Oktober mit Islam Ibrahimov ein weiterer Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Medizinischen Versorgungszentrum Dillingen vorgesehen. Durch seine Mehrsprachigkeit können wir Patientinnen auch in weiteren Sprachen ansprechen und beraten.“
Positiv bewertet Frank zudem die Rückkehr mehrerer erfahrener Mitarbeitender nach den personellen Veränderungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens. „Dr. Frank Auerbach, Facharzt für Chirurgie und Ärztlicher Leiter des MVZ, konnte erneut für den Standort Dillingen gewonnen werden“, sagt sie.
Eine enge Verbundenheit mit beiden Häusern der Kreiskliniken betonten auch die beiden Rückkehrerinnen Petra Dehlau und Andrea Kraus. Beide kamen ohne zu zögern an ihre alten Arbeitsplätze zurück. „Das war wie ein Nachhausekommen“, sagen sie unisono.
Dehlau ist ausgebildete Pflegefachkraft und gehört seit September erneut zu den Beschäftigten der Kreiskliniken. „Ich kenne beide Häuser sehr gut, ich war unter anderem 19 Jahre in der Notaufnahme in Wertingen beschäftigt.“ Für Dehlau sei dies „ein ganz besonderer Arbeitsplatz“.
Eine lange Beschäftigungszeit kann auch Andrea Kraus vorweisen: „Neun Jahre saß ich am Empfang in Wertingen.“ Dass sie jetzt abwechselnd mit sechs Frauen zwischen beiden Häusern pendelt, macht ihr nichts aus. „Ich habe meinen Arbeitsplatz vermisst, den hier alle sehr ernst nehmen.“ Schließlich sei man das erste Gesicht, das die Menschen sehen, wenn sie die Krankenhäuser betreten. Beide sagen, sie fühlten sich nicht nur mit den Patientinnen, Patienten und Besuchern verbunden, sondern auch mit den Kolleginnen und Kollegen.
Frank nickt und betont diese Verbundenheit mit der Region und den Menschen: „Unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten täglich einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen hier im Landkreis Dillingen.“ Gemeinsam entwickle man die Kreiskliniken weiter, das sei für alle so etwas wie eine verbindliche Zusage. „Wir blicken trotz der bestehenden Herausforderungen zuversichtlich nach vorne“, so Frank abschließend.
Auf dem Bild zu sehen: Alle stehen voll und ganz hinter den Kreiskliniken und trotzen den Umständen, die ihren Arbeitsplatz immer wieder in Frage stellen. Alle sind jedoch zuversichtlich für eine gesicherte Zukunft beider Häuser (von links): Andrea Kraus, Empfang, Andreas Frech, Pflegedienstleiter, Petra Dehlau, Pflegefachkraft, Florian Brandelik, Leiter Belegungsmanagement, sowie Dr. Elke Frank, Geschäftsführerin der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen.



