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Landkreis Günzburg: Bioabfall wird ab Oktober 2026 in Augsburg vergärt

Was aus dem Inhalt der Biotonne künftig außer Kompost noch entsteht, hat der Landkreis Günzburg mit einer neuen Vereinbarung festgelegt.

Der Landkreis Günzburg hat die Weichen für eine zukunftssichere und umweltfreundliche Verwertung seines Bioabfalls gestellt. Nach der Entscheidung des Werkausschusses Kreisabfallwirtschaft wird der Biomüll aus den Biotonnen des Landkreises künftig in der Vergärungsanlage der AVA Abfallverwertung Augsburg KU verwertet. Die Verträge sind unterzeichnet, die Zusammenarbeit startet zum 1. Oktober 2026.

Angesichts auslaufender Altverträge stand der Landkreis vor der Herausforderung, die Entsorgung von jährlich 6.300 Tonnen Bioabfall neu zu organisieren. „Wir wollen das Potenzial unseres Biomülls noch besser ausschöpfen – nicht nur als Kompostmaterial, sondern auch zur Gewinnung von Energie. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Zusammenarbeit mit der AVA Augsburg sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch die sinnvollste Lösung ist“, sagt Landrat Hans Reichhart.

Bisher wurde der Bioabfall aus rund 20.000 Biotonnen im Landkreis von fünf landwirtschaftlichen Betrieben kompostiert. Diese bewährte Lösung stößt jedoch an Grenzen. Bei der reinen Kompostierung entweichen klimaschädliche Gase unkontrolliert in die Atmosphäre, während moderne Vergärungsanlagen aus dem Bioabfall zunächst Biogas gewinnen, das zur Erzeugung von Strom, Wärme oder als Kraftstoff genutzt werden kann. Danach werden die verbleibenden Gärreste zu Kompost weiterverarbeitet.

„Mit dieser Entscheidung setzen wir ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und Innovation in unserer Abfallwirtschaft“, sagt Anton Fink, Werkleiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Günzburg. „Wir nutzen die Chancen moderner Technologie, um unsere Umwelt zu schützen und gleichzeitig eine sichere Entsorgung für die Zukunft zu gewährleisten.“

Die Entscheidung für die Zusammenarbeit mit der AVA Augsburg bietet dem Landkreis mehrere Vorteile. Zum einen garantiert die AVA als öffentlich-rechtlicher Partner langfristige Entsorgungssicherheit und transparente Konditionen. Zum anderen ermöglicht die moderne Vergärungstechnik eine umweltfreundlichere Verwertung des Bioabfalls. Diese Konditionen sind umsatzsteuerfrei und werden nur moderat an die Entwicklung von Material-, Personal-, Instandhaltungs- sowie Transportkosten angepasst.

Für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ändert sich durch die Umstellung abfuhrtechnisch nichts. Die Biotonnen werden weiterhin wie gewohnt geleert, und die Möglichkeit, sich bei nachgewiesener Eigenkompostierung von der Biotonnenpflicht befreien zu lassen, bleibt bestehen.

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