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Memmingen: Polnisches Paar sorgt am Wochenende für mehrere Polizeieinsätze

Eine Auseinandersetzung am Samstag war der Auftakt zu mehreren Einsätzen der Polizei an einem Wochenende, an dessen Ende gegen beide Beteiligte Strafanzeigen vorlagen.

Zunächst wurde die Polizei am Samstag, 17.10.2026, gegen 15:00 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem polnischen Paar nach Steinheim in die Straße Zieglerberg gerufen. Dabei kam es zu einer Körperverletzung durch den 31-jährigen Lebensgefährten zum Nachteil seiner 30-jährigen, hochschwangeren Partnerin. Da sich der Mann aggressiv verhielt, wurde gegen ihn ein Platzverweis ausgesprochen. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab zu dieser Zeit einen Wert von knapp 1,5 Promille.

Gegen 19:00 Uhr wurde die Polizei erneut zur gleichen Anschrift gerufen. Der 31-Jährige war weiterhin stark alkoholisiert zum Wohnanwesen zurückgekehrt und wollte offenbar in die Wohnung gelassen werden. Dabei schlug er mehrfach gegen die Wohnungseingangstür und beschädigte diese. Die erneut hinzugezogene Streifenbesatzung traf den Mann vor Ort an. Ein Atemalkoholtest ergab nun einen Wert von knapp 2,5 Promille.

Da er sich weiterhin aggressiv verhielt und dem zuvor ausgesprochenen Platzverweis nicht Folge geleistet hatte, wurde er in polizeilichen Gewahrsam genommen und zur Polizeiinspektion Memmingen gebracht. Dort verbrachte er die Nacht und wurde am Sonntagmorgen wieder entlassen.

Kurze Zeit später, am Sonntag gegen 10:00 Uhr, meldete sich der 31-jährige Pole telefonisch bei der Polizeiinspektion Memmingen. Er gab an, sich Sorgen um seine hochschwangere Partnerin zu machen, da diese sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden solle. Daraufhin begab sich eine Streifenbesatzung erneut zum Wohnanwesen. Erst nach längerem Klopfen und Klingeln öffnete die Frau schließlich die Wohnungstür. Die Beamten konnten bei ihr tatsächlich einen psychischen Ausnahmezustand feststellen. Aufgrund einer bestehenden Eigengefährdung wurde eine Verbringung in eine Fachklinik veranlasst.

Während des Transports leistete die Frau erheblichen Widerstand, schlug nach den eingesetzten Beamten und beleidigte diese. Zudem biss sie einem Beamten in den Unterarm, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Der Beamte konnte seinen Dienst dennoch fortsetzen. Die Frau musste schließlich unter Anwendung unmittelbaren Zwangs fixiert und zur weiteren Behandlung in die Fachklinik gebracht werden.

Wiederum nur vier Stunden später, gegen 13:30 Uhr, löste der 31-Jährige erneut einen Polizeieinsatz aus. Er wurde im volltrunkenen Zustand liegend vor einer Tankstelle in der Donaustraße aufgegriffen und musste aufgrund seiner hilflosen Lage in Schutzgewahrsam genommen werden.

Gegen beide Personen wurden mehrere Strafanzeigen eingeleitet. Der 31-Jährige muss sich unter anderem wegen Körperverletzung zum Nachteil seiner Lebensgefährtin sowie wegen Sachbeschädigung verantworten. Gegen die 30-Jährige wird unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

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