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Günzburg: Neue Wasser-, Strom- und Gasleitungen unter der Günz ab 12. Oktober

Mit einem grabenlosen Verfahren sollen die Leitungen verlegt werden, damit die Auswirkungen auf den Verkehr gering bleiben.

Die Stadtwerke Günzburg sowie die LEW Verteilnetz GmbH und die Erdgas Schwaben GmbH bündeln ab Mitte Oktober drei Einzelmaßnahmen zu einer Gemeinschaftsaktion. In Günzburg werden dabei eine neue Wasser-, Gas- und Stromleitung unter der Günz und der Schlachthausstraße verlegt, die für eine noch höhere Versorgungssicherheit in der Stadt sorgen sollen. Beginn der Maßnahme ist Montag, 12. Oktober. Sie soll bis Ende November 2026 abgeschlossen sein.

Verlegt werden die Leitungen mittels des sogenannten Spülbohrverfahrens von der Webergasse bis zum Kappenzipfel. Bei diesem grabenlosen Verfahren wird am Start- und Endpunkt der Rohrleitung jeweils eine Grube ausgehoben. Start ist in der Webergasse auf Höhe der Ulugasse, das Ende ist der Kappenzipfel. Zwischen diesen beiden Punkten beziehungsweise Gruben wird mit einem Spezialbohrer eine Röhre ins Erdreich gebohrt. Der überschüssige Boden wird dabei aus dem Bohrloch gespült. Am Kappenzipfel angekommen, wird das Rohr anschließend am Bohrer befestigt und zum Ausgangspunkt Webergasse zurückgezogen.

Stadtwerke-Vorstand Lothar Böck hebt die Vorteile des Spülbohrverfahrens hervor und sagt: „Im Vergleich zur offenen Bauweise erfolgt die Verlegung der Leitungen deutlich schneller und verursacht weniger Beeinträchtigungen für Umwelt, Anwohner und Verkehr.“ Konkret bedeutet dies, dass die Schlachthausstraße während der gesamten Maßnahme frei befahrbar ist. Lediglich die Webergasse wird auf Höhe der Ulugasse für den Verkehr gesperrt. Sie ist während der Bauarbeiten ausschließlich als Sackgasse über den Stadtberg zu erreichen.

Die Arbeiten sind nötig, da sich einerseits der Wasserbedarf geändert hat und andererseits die Versorgungssicherheit erhöht werden soll. So können bei einem Ausfall der Hauptwasserleitung künftig alle betroffenen Haushalte weiter mit voller Leistung versorgt werden. Dieser Sicherheitspuffer komme den Menschen vor Ort zugute, so Lothar Böck.

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