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Asylzugang in Bayern sinkt laut Herrmann um rund 31 Prozent

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht für die ersten neun Monate des Jahres 2026 eine positive Zwischenbilanz im Asylbereich und warnt zugleich vor einem Kurswechsel in Berlin.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat im Asylbereich eine positive Zwischenbilanz für das Jahr 2026 gezogen. Das teilte das Ministerium am 26. Oktober 2026 in der Pressemitteilung 365/2026 mit. Demnach wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Freistaat Bayern rund 7.800 neu ankommende Asylbewerber registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 11.300 Neuzugänge, was einem Rückgang um rund 31 Prozent entspricht.

Die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen lag mit rund 12.900 auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 auf hohem Niveau. Damit gab es mehr Aufenthaltsbeendigungen als Asylneuzugänge. Bei den geförderten freiwilligen Ausreisen habe sich der positive Trend mit über 2.700 Fällen und einem Plus von rund 21,5 Prozent weiter verfestigt.

„Die Asylneuzugänge bleiben auf sehr niedrigem Niveau und gehen im Vergleich zu 2025 weiter zurück. Zugleich verlassen weiterhin mehr Asylbewerber Bayern, als neue hinzukommen. Das zeigt: Unser konsequenter Kurs wirkt und entlastet unseren Staat und die Kommunen dauerhaft und nachhaltig“, betonte Herrmann.

Mit Blick auf das aktuelle Sondierungspapier zwischen der Linken, der SPD und den Grünen im Stadtstaat Berlin warnte der bayerische Innenminister vor einem gefährlichen Kurswechsel in der Asylpolitik. „Wer zusätzliche Anreize für illegale Einreisen schafft, unerlaubte Aufenthalte nachträglich legalisiert oder Landesaufnahmeprogramme aufsetzen will, betreibt eine völlig falsche Migrationspolitik. Wir dürfen die erreichten Fortschritte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Deutschland braucht eine klare Begrenzung der irregulären Migration und eine konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht. Die Ereignisse in Ceuta Ende Juli sind ein deutlicher Beleg dafür, wie schnell sich der Migrationsdruck wieder erhöhen kann. Ich erwarte deshalb, dass die bundesrechtlichen Vorgaben im Asyl- und Ausländerrecht auch im Stadtstaat Berlin beachtet und umgesetzt werden. Wir brauchen keine neuen Bleibeperspektiven für Menschen ohne Schutzanspruch“, so Herrmann.

Die Überschrift der Pressemitteilung lautete: „Erfolgreiche Migrationswende darf nicht durch neue Fehlanreize unterlaufen werden“.

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