Halloween-Süßigkeit mit Nadel in Mittelfranken: Kind räumt eigene Handlung ein
Nach der Anzeige einer Mutter wegen einer Nadel im Schokoriegel gestand das Kind, die Süßigkeit selbst manipuliert zu haben.
Am Dienstag, 3. November 2026, erstattete eine Mutter bei einer Dienststelle im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken Anzeige wegen einer mit einer Nadel versehenen Halloween-Süßigkeit. Im Nachhinein gestand das Kind gegenüber der Mutter, die Süßigkeit selbst manipuliert zu haben.
Aufgrund zahlreicher Meldungen in den Sozialen Medien hatte die Mutter die am Halloween-Abend gesammelten Süßigkeiten ihres Kindes überprüft. Dabei fand sie in einem Schokoladenriegel eine Nadel und brachte dies bei der Polizei zur Anzeige.
Nach der Anzeigeerstattung meldete sich die Mutter erneut bei der Polizei. Sie teilte mit, dass ihr Kind ihr gegenüber eingeräumt habe, die Nadel selbst in den Schokoriegel gesteckt zu haben.
Grundsätzlich erfüllt das bewusste Vortäuschen einer Straftat gegenüber der Polizei einen Straftatbestand. Da das Kind im vorliegenden Fall aufgrund seines Alters strafunmündig ist, leiteten die Beamten den Sachverhalt lediglich in Form einer Meldung an die Staatsanwaltschaft weiter.
Das Polizeipräsidium Mittelfranken betont in diesem Zusammenhang, dass Hinweise auf manipulierte Halloween-Süßigkeiten ernst genommen werden und die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zur Folge haben. Hinsichtlich zweier weiterer Anzeigen aus Nürnberg und Allersberg dauern die Ermittlungen derzeit an.
Gleichzeitig appelliert die Polizei an Eltern, mit ihren Kindern über Gefahren und Risiken etwaiger Social-Media-Challenges zu sprechen. Insbesondere sollten Kinder und Jugendliche für die möglichen Folgen gefährlicher Mutproben und Nachahmungsaktionen sensibilisiert werden.
Die Mitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken trägt die Nummer 933.



