Herrmann zur Waffenrechts-Evaluierung: Sicherheit gewährleisten, rechtstreue Waffenbesitzer wahren
Beim Parlamentarischen Abend von Deutschem Schützenbund und Deutschem Jagdverband in Berlin äußerte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dazu, worauf es bei der Evaluierung des Waffenrechts ankommt.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat beim Parlamentarischen Abend für Brauchtum und Ehrenamt des Deutschen Schützenbundes und des Deutschen Jagdverbandes in Berlin die Evaluierung des Waffenrechts als wichtig bezeichnet. Das geht aus einer Mitteilung vom 3. November 2026 hervor. „Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht vor, dass das geltende Waffenrecht umfassend evaluiert wird, bevor es zu weitergehenden gesetzlichen Änderungen kommt. Eine sinnvolle Evaluierung muss beide Seiten der Medaille im Blick behalten – größtmögliche Sicherheit gewährleisten und dabei die Interessen der rechtstreuen Jäger und Schützen wahren“, sagte Herrmann.
Herrmann betonte, dass im Rahmen der Evaluation nun die Änderungen der Waffenrechtsnovelle von 2024 und ihre Auswirkungen auf die Praxis gründlich analysiert werden müssten. Die Zusammenhänge, Zahlen und Vollzugserfahrungen müssten demnach eine belastbare Grundlage für die Gesetzgebung bilden. Zudem sei die Evaluierung eine Chance in beide Richtungen: Sie könne aufzeigen, wo Regelungen nachgeschärft werden müssen, und offenlegen, wo Vorschriften zu kompliziert, widersprüchlich oder ohne erkennbaren Sicherheitsgewinn sind.
„Sicherheit und Freiheit, staatliche Verantwortung und Eigenverantwortung sind keine Gegensätze. Der ganz überwiegende Teil der legalen Waffenbesitzer in Deutschland geht verantwortungsvoll mit dem Waffenbesitz um und unterliegt regelmäßigen Prüfungen und Kontrollen. Zugleich müssen wir dort konsequent handeln, wo tatsächliche Gefahren bestehen“, so Herrmann mit Blick auf den Vorfall vom 8. Oktober im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, bei dem eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landratsamtes ihr Leben verloren. Gleichzeitig dürften nicht alle Waffenbesitzer in Deutschland unter Generalverdacht gestellt werden.
Der Schießsport sei eine der großen Sportarten im Land. „Er ist für Menschen aller Altersgruppen offen und ermöglicht als inklusiver Sport die Teilnahme von Menschen mit und ohne Handicap“, erklärte Herrmann und verwies auf die bundesweit rund 1,35 Millionen Mitglieder des Deutschen Schützenbundes. Dabei dankte er auch den vielen Ehrenamtlichen, die sich aus Überzeugung in ihrer Freizeit einbringen: „Die Schützenvereine und Jagdverbände, die heute Abend hier vertreten sind, gehören zu den tragenden Säulen unserer Gesellschaft.“


