Schockanruf in Bogenhausen: 49-jähriger Tatverdächtiger bei Geldübergabe festgenommen
Eine 80-Jährige durchschaute den Betrugsversuch und alarmierte während des laufenden Telefonats die Polizei, die den mutmaßlichen Abholer festnahm.
Nach einem sogenannten Schockanruf in München-Bogenhausen hat die Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Die Meldung zu dem organisierten Callcenterbetrug stammt vom Polizeipräsidium München.
Am Dienstag, 20.10.2026, gegen 14:45 Uhr, erhielt eine 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München den Anruf. Im Verlauf des Gesprächs wurde sie von bislang unbekannten Tätern dazu aufgefordert, Wertgegenstände für eine Abholung bereitzulegen.
Die 80-Jährige durchschaute den Betrugsversuch und verständigte noch während des laufenden Telefonats den Polizeinotruf 110.
Daraufhin wurden mehrere zivile Polizeikräfte zur Wohnanschrift der Seniorin geschickt. Gegen 17:15 Uhr erschien ein Mann, um eine von der 80-Jährigen bereitgestellte Tasche entgegenzunehmen.
Der Tatverdächtige wurde bei der Übergabe von den eingesetzten Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Bei ihm handelte es sich um einen 49-Jährigen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 49-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird heute zur Klärung der Haftfrage einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 61.
Zuständig: Polizeipräsidium München, Kommissariat 61



