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Trickdiebstahl in Lochhausen: Zwei falsche Handwerker bei Seniorin

Zwei Unbekannte verschafften sich als angebliche Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens Zutritt zur Wohnung einer über 80-Jährigen – die Polizei sucht nun Zeugen.

Am Dienstag, 20.10.2026, gegen 14:00 Uhr, klingelten zwei bislang unbekannte Täter an der Haustür einer über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München. Nach Angaben des Polizeipräsidiums München gaben sich die beiden als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens aus, weshalb die Seniorin sie in die Wohnung ließ. Der Vorfall ereignete sich in Lochhausen.

Die beiden Unbekannten verwickelten die Frau in ein Gespräch und gaben an, die Anschlüsse überprüfen zu wollen. Einer der beiden verlangte daraufhin den Ausweis der über 80-Jährigen. Die Seniorin holte anschließend ihren Geldbeutel aus einer Schublade und verstaute ihn unmittelbar danach erneut, während die beiden Täter anwesend waren.

Kurz darauf verließen die Täter die Wohnung und flüchteten in unbekannte Richtung. Anschließend fiel der Seniorin auf, dass sich ihr Geldbeutel nicht mehr in der Schublade befand. Darin war ein niedriger dreistelliger Geldbetrag. Sie verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110.

Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung führte nicht zur Ergreifung der Täter. Das Kommissariat 55 des Polizeipräsidiums München hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die beiden Täter wurden wie folgt beschrieben: Täter 1 ist männlich, etwa 30 Jahre alt, 165 cm groß, schlank, hat braune Haare und ein südeuropäisches Erscheinungsbild. Täter 2 ist ebenfalls männlich, etwa 30 Jahre alt, 170 cm groß, korpulent, hat schwarze Haare und ein südeuropäisches Erscheinungsbild.

Die Polizei fragt: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Autobahn A 99, der Altostraße und der Teufelsbergstraße in Lochhausen Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang auf eine Warnung der Kriminalpolizei hin: Insbesondere ältere Menschen sollten angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen nicht in die Wohnung lassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, etwa behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollte zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüft werden, ob die Behauptungen der Wahrheit entsprechen. Die Polizei rät: „Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.“

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