Erkheim: Polizei warnt vor „Man-in-the-Middle-Angriff“ mit manipulierten Rechnungen
Nach einem Angriff auf ein Unternehmen weist die Polizei auf eine Betrugsmasche hin, die teils zu sehr hohen Vermögensschäden führt.
Mitte Oktober kam es in Erkheim bei einem Unternehmen zu einem sogenannten „Man-in-the-Middle-Angriff“ („Mittelsmann-Angriff“). Die Polizeiinspektion Mindelheim weist darauf hin, dass diese Betrugsmasche aktuell häufiger auftritt und teils sehr hohe Vermögensschäden verursacht.
Der Begriff beschreibt eine Vorgehensweise, bei der Rechnungen im E-Mail-Verkehr, zumeist zwischen zwei Unternehmen, abgegriffen und hinsichtlich des Zahlungsempfängerkontos abgeändert werden. Dies hat zur Folge, dass das Geld nicht dem korrekten Zahlungsempfängerkonto, sondern einem Täterkonto, oft auch im Ausland, gutgeschrieben wird. Dieses Phänomen trat in jüngerer Vergangenheit vermehrt auf und verursachte teils immens hohe Vermögensschäden.
Im konkret vorliegenden Fall wurde zwar eine Vielzahl von Rechnungen abgeändert und dann wieder in den ursprünglichen Versandweg integriert. Dabei kam es bislang offensichtlich zu keinen Vermögensschäden.
Die Polizei empfiehlt, bei Rechnungen das jeweilige Zahlungsempfängerkonto zu überprüfen, auf eventuelle Warnhinweise beim Online-Banking zu reagieren und im Zweifelsfall mit dem Rechnungssteller abzugleichen.



