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Bayern: Nahverkehrszüge erreichen 2025 mit fast 13 Milliarden Personenkilometern neuen Rekord

Der Schienenpersonennahverkehr im Freistaat verzeichnet ein neues Allzeithoch, doch Verkehrsminister Christian Bernreiter und die BEG fordern vom Bund mehr Geld, um das Angebot zu sichern und auszubauen.

Der bayerische Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hat 2025 erneut einen Höchstwert erreicht: Mit insgesamt fast genau 13 Milliarden zurückgelegten Personenkilometern wurde ein neues Allzeithoch verzeichnet. Das sind rund vier Prozent mehr als im Rekordjahr 2024 mit 12,4 Milliarden Personenkilometern. Fahrgäste legten 2025 damit insgesamt vier Prozent mehr Wegstrecke in bayerischen Nahverkehrszügen zurück als im Vorjahr. Auf fast allen Streckenabschnitten gab es signifikante Fahrgaststeigerungen. Die Angaben stammen aus einer Mitteilung vom 06.11.2026.

Außerhalb der beiden S-Bahn-Netze fiel der Anstieg mit rund fünf Prozent relativ gesehen etwas stärker aus. In den Regionalverkehrszügen stiegen die Personenkilometer von 9,4 Milliarden im Jahr 2024 auf 9,88 Milliarden im Jahr 2025. In den Zügen der Münchner S-Bahn wuchsen sie von 2,52 Milliarden auf 2,58 Milliarden (+2 %), in den Zügen der Nürnberger S-Bahn von 514 Millionen auf 518 Millionen (+1 %). Bei den Personenkilometern handelt es sich um die Summe aller Wegstrecken, die die Fahrgäste im bayerischen SPNV zurückgelegt haben.

Für Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sind die von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) vorgelegten Nachfragezahlen ein klarer Auftrag, den öffentlichen Verkehr weiter zu stärken. „Das ist ein eindeutiges Votum mit den Füßen und den Tickets. Immer mehr Menschen im Freistaat nutzen im Nahverkehr die Bahn, wollen klimaschonend und sicher mobil sein. Es zahlt sich aus, dass Bayern das Angebot trotz erheblicher finanzieller Herausforderungen bisher weiter hochhält. Obwohl es bei Qualität und Zuverlässigkeit im bayerischen Nahverkehr durch die infrastrukturellen Beeinträchtigungen leider weiter hakt, gehe ich stark davon aus, dass insbesondere angesichts der hohen Spritpreise der Nachfragetrend beim Bahnfahren auch heuer anhält“, so Bernreiter.

Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, ordnet die Zahlen ein: „Täglich sind in Bayern rund 1,5 Millionen Fahrgäste mit den Regional- und S-Bahnen unterwegs – zur Arbeit, zu Freunden oder einfach raus ins Grüne. Seit der Regionalisierung vor 30 Jahren ist das Angebot im bayerischen SPNV um zwei Drittel gewachsen, und die Fahrgastnachfrage hat sich mit 13 Milliarden Personenkilometern mehr als verdoppelt! Der neue Rekordwert zeigt, dass die Fahrgäste unsere Angebote gerne annehmen. Beschleunigt wurde diese Entwicklung zuletzt auch durch das preislich sehr attraktive Deutschlandticket und das Ermäßigungsticket.“

Bernreiter und Fuchs weisen gemeinsam darauf hin, dass diese Erfolgsgeschichte auch in Bayern nur fortgesetzt werden könne, wenn Länder und SPNV-Aufgabenträger zur Finanzierung von Kapazitätssteigerungen zeitnah mehr Regionalisierungsmittel bekämen. Der Verkehrsminister fordert dazu vom Bund: „Wir brauchen unbedingt mehr Regionalisierungsmittel vom Bund, um Kapazitäten zu erhöhen!“ Weiter sagt er: „Aufgrund der zuletzt massiv steigenden Kostenbelastungen wie bei Energie und nun auch bei den Trassenpreisen wackelt bundesweit das Angebot bedenklich, wenn der Bund hier nicht ausreichend gegensteuert. Der Bundesfinanzminister darf angesichts dieser Nachfragezahlen nicht weiter den Kopf in den Sand stecken. Wenn er nicht mehr Mittel zugesteht, ist das de facto auch eine Kürzung von Sozialleistungen, denn mit dem staatlich unterstützten Nahverkehr machen wir Mobilität erschwinglicher.“

Der Nachfragezuwachs im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr fiel zwischen Aschaffenburg und Berchtesgaden nahezu flächendeckend aus. Als Beispiele aus den Regierungsbezirken nennt die Mitteilung folgende Abschnitte: Markt Schwaben und Mühldorf (+12 %), Plattling und Straubing (+16 %), Regensburg-Prüfening und Neumarkt (Oberpfalz) (+28 %), Bamberg und Breitengüßbach (+16 %), Fürth und Erlangen (+10 %), Bad Kissingen und Gemünden (+5 %) sowie Kempten und Pfronten (+21 %).

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage konnten im Freistaat 2025 weitere 14 Bahnstationen die Marke von 1.000 täglichen Ein- und Aussteigern von Montag bis Freitag erstmals oder wieder übertreffen. Es handelt sich um die Stationen Augsburg Messe, Berchtesgaden Hbf, Bubenreuth, Cadolzburg, Dettingen (Main), Gersthofen, Gotteszell, Kleinostheim, Nördlingen, Nürnberg-Gleißhammer, Regen, Schondorf (Bay), Schwindegg und Vach.

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