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Trickbetrug in Laim: Falsche Telekom-Mitarbeiter bei Seniorin in der Wohnung

Zwei unbekannte Männer verschafften sich als angebliche Telekom-Techniker Zutritt zur Wohnung einer über 80-Jährigen, und die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Nachbarschaft.

Am Dienstag, 03.11.2026, gegen 15:00 Uhr, klingelten zwei bislang unbekannte Täter an der Wohnungstür einer über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München. Sie gaben sich als Telekom-Mitarbeiter aus und behaupteten, für Arbeiten in die Wohnung zu müssen.

Die Seniorin ließ die beiden Männer in die Wohnung. Dort gaben diese überzeugend vor, Arbeiten am Internet- und am Telefonanschluss der über 80-Jährigen zu verrichten.

Einer der Täter gab an, auf die Toilette zu müssen, und die Seniorin wies ihm den Weg. Dadurch konnte sich der zweite Täter unbeobachtet in der Wohnung bewegen. Nach etwa einer Stunde verließen beide Täter die Wohnung in unbekannte Richtung.

Erst am Abend fiel der über 80-Jährigen auf, dass ihr Geldbeutel fehlte. Darin befanden sich Bargeld in einem niedrigen zweistelligen Gesamtwert sowie verschiedene Dokumente und Bankkarten. Anschließend vertraute sich die Seniorin einer Bekannten an. Diese begab sich kurz darauf zur örtlich zuständigen Polizeiinspektion und erstattete für die über 80-Jährige eine Anzeige. Das Kommissariat 55 des Polizeipräsidiums München hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die beiden Täter wurden wie folgt beschrieben: männlich, ca. 50 Jahre alt.

Die Polizei sucht Zeugen. Gefragt wird, wer im angegebenen Zeitraum im Bereich der Friedenheimer Straße, Endelhauserstraße, Kirchwaldstraße und des Meister-Mathis-Wegs in Laim Wahrnehmungen gemacht hat, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Die Münchner Polizei weist zudem auf Folgendes hin: Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie zum Beispiel behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollte man zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob entsprechende Behauptungen der Wahrheit entsprechen.

„Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!“ Ein berechtigter Handwerker werde für Nachfragen stets Verständnis haben, so der Hinweis der Polizei.

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