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Kehlsteinhaus in Berchtesgaden nach Großbrand weitgehend zerstört: 33-Jähriger vorläufig in psychiatrischem Krankenhaus

Nach dem Vollbrand des Kehlsteinhauses am Obersalzberg wurde ein dringend tatverdächtiger 33-Jähriger auf Antrag der Staatsanwaltschaft vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden (Landkreis Berchtesgadener Land) ist am Freitagabend, 23. Oktober 2026, in Vollbrand geraten und dabei weitestgehend zerstört worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde niemand verletzt. Ein dringend tatverdächtiger 33-Jähriger konnte als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen werden. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt und aufgrund einer diagnostizierten psychischen Erkrankung vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus geschlossen untergebracht. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Traunstein.

Gegen 21.15 Uhr ging am Freitagabend ein Brandalarm aus dem Kehlsteinhaus bei der Integrierten Leitstelle (ILS) in Traunstein ein. Die umgehend alarmierten Freiwilligen Feuerwehren stellten bereits auf der Anfahrt fest, dass das Gebäude in Vollbrand stand.

Die Anfahrt zum exponiert gelegenen Brandort und die anschließenden Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehren aus sechs Gemeinden, der Kreisbrandinspektion, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Bergwacht und der Polizei waren die ganze Nacht über im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit noch an. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kamen bei dem Brand keine Menschen zu Schaden.

Unter der Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erfolgten die ersten Maßnahmen durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Berchtesgaden. Noch am Abend übernahmen die Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen zur Brandursache. Ein gefahrloses Betreten des Brandobjekts ist den Ermittlern bislang aus Gründen der Eigensicherung nicht möglich. Die Untersuchungen werden in den kommenden Tagen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts fortgeführt.

Kurz nach Brandausbruch stellten Einsatzkräfte der Feuerwehr eine verdächtige Person im Umfeld des Brandortes fest. Sie wurde gegen 21.45 Uhr vorläufig festgenommen. Die Verdachtsmomente wegen eines vorsätzlichen Brandstiftungsdelikts gegen den 33 Jahre alten Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit, der seinen Wohnsitz in Berlin hat, erhärteten sich im Laufe des heutigen Tages, sodass gegen ihn ein dringender Tatverdacht bestand.

In einem beauftragten Kurzgutachten diagnostizierte ein psychiatrischer Sachverständiger eine psychische Erkrankung des Beschuldigten. Daraufhin stellte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Ermittlungsrichter folgte dem Antrag und erließ einen Unterbringungshaftbefehl wegen eines Brandstiftungsdelikts. Ermittler der Kriminalpolizei brachten den 33-Jährigen danach unmittelbar in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zu den Hintergründen und zum Motiv der Tat dauern an.

Der Bereich um die Einsatzörtlichkeit ist weiterhin gesperrt. Derzeit besteht eine Flugverbotszone für Drohnen. Wanderer und Bergsteiger werden gebeten, die Region großräumig zu meiden.

Zuständig: Polizeiinspektion Berchtesgaden, Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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