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Schockanruf in Ingolstadt: Rentnerin übergibt 20.000 Euro an Unbekannten

Nach einem angeblichen Unfall der Tochter übergab eine 72-Jährige Bargeld an einen Fremden, die Kriminalpolizei sucht nun nach dem Abholer.

Am gestrigen Montag ist in Ingolstadt eine Rentnerin in der Friedrich-Ebert-Straße Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen.

In der Mittagszeit erhielt die 72-Jährige telefonisch die Nachricht, ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht. Zur Begleichung einer Geldstrafe sei eine sofortige Bargeldzahlung notwendig. Die besorgte Seniorin ließ sich auf die Forderung ein und übergab in der Folge insgesamt 20.000 Euro, auf mehrere Briefumschläge verteilt, an einen ihr unbekannten Geldabholer. Als sie den Betrug erkannte, erstattete sie zusammen mit ihrer Tochter Anzeige bei der Polizei.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden: männlich, circa 175 Zentimeter groß, kräftig, 40 Jahre alt, osteuropäisches Erscheinungsbild. Bei der Geldentgegennahme trug er eine Jeans, weiße Sneaker und eine dunkelblaue Sportjacke.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät in diesem Zusammenhang:

  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Die Bayerische Polizei weist im Zusammenhang mit der Präventionskampagne „LEG AUF!“ des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gegen Trickbetrug auf das Thema hin. Weitere Informationen finden sich unter polizei.bayern.de.

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