Acht Unfälle in wenigen Stunden auf A7 und A96 bei Memmingen
Zwischen Blendung durch tiefstehende Sonne und einem außer Kontrolle geratenen Wohnwagengespann sorgten am Freitag gleich acht Unfälle auf den Autobahnen um Memmingen für Einsätze der Polizei.
Zu insgesamt acht Verkehrsunfällen wurde die Autobahnpolizei Memmingen an einem Freitag zwischen 10:30 Uhr und 18:30 Uhr gerufen. Sechs Unfälle ereigneten sich auf der A 7, zwei auf der A 96. Verletzt wurde bei keinem der Vorfälle jemand, allerdings mussten drei Fahrzeuge abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf knapp 70.000 Euro. Während es sich bei den meisten Unfällen um Auffahrunfälle handelte, die auf zu geringen Sicherheitsabstand zurückzuführen waren, sorgten einige Vorfälle auch für kuriose Unfallursachen.
Gegen 15:00 Uhr befuhr eine 43-jährige Frau mit ihrem Volvo den rechten Fahrstreifen der A 96 in Richtung Lindau. Bei Mindelheim wechselte plötzlich ein unbekannter Pkw vor ihr vom rechten Fahrstreifen auf den Seitenstreifen. Dadurch irritiert, folgte die 43-Jährige dem Fahrzeug ebenfalls auf den Seitenstreifen. Als sie bemerkte, dass dieses Manöver keinen Sinn ergab, wollte sie wieder auf den rechten Fahrstreifen zurückwechseln und übersah dabei einen dort fahrenden Sattelzug der Marke Scania, gesteuert von einem 50-jährigen rumänischen Fahrer. Es kam zum seitlichen Zusammenstoß. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit, der Schaden wird auf rund 6.000 Euro geschätzt.
Gegen 15:30 Uhr war ein 59-jähriger Mann mit seinem Wohnwagengespann auf der A 7 in nördliche Richtung unterwegs. Bei Woringen wechselte er vom rechten auf den linken Fahrstreifen, während zeitgleich auch der vor ihm fahrende Pkw auf den linken Fahrstreifen wechselte. Der 59-Jährige musste daraufhin stärker bremsen und wich wieder auf den rechten Fahrstreifen aus. Dabei begann sein Anhängergespann zu schaukeln, wodurch er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Das Gespann kollidierte zunächst mit der linken Schutzplanke, schleuderte anschließend quer über die Fahrbahn und prallte in die rechte Schutzplanke. Der Wohnanhänger kippte schließlich auf dem Seitenstreifen um und wurde so stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Der Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr Woringen war zur Absicherung der Unfallstelle und zur Fahrbahnreinigung im Einsatz. Zur Bergung des Gespanns musste die Richtungsfahrbahn nach Norden für etwa eine halbe Stunde vollständig gesperrt werden.
Der letzte, ebenfalls ungewöhnliche Unfall ereignete sich gegen 18:30 Uhr bei Erkheim. Eine 62-jährige Frau fuhr mit ihrem Skoda auf dem rechten Fahrstreifen der A 96 in Richtung Lindau, als sie nach eigenen Angaben durch die tiefstehende Sonne so stark geblendet wurde, dass sie weder die Fahrbahn noch den vor ihr fahrenden Sattelzug erkennen konnte. Sie fuhr daraufhin frontal auf das Heck des Sattelzuges auf. Der entstandene Schaden wird auf rund 12.000 Euro beziffert.
Alle Unfallverursacher wurden von der Polizei kostenpflichtig verwarnt.



