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Schockanruf in Memmingen: Polizei nimmt 20-jährigen Geldabholer fest

Ein 83-jähriger Mann durchschaute einen dreisten Schockanruf und half der Polizei, den Geldabholer der Betrüger noch am Übergabeort festzunehmen.

Am Donnerstagnachmittag, den 13.08.2026, erhielt ein 83-jähriger Mann in Memmingen einen sogenannten Schockanruf. Der Anrufer gab sich als Rechtsanwalt aus und behauptete, die Tochter des Mannes habe einen Unfall verursacht und müsse eine Kaution zahlen, um einer Inhaftierung zu entgehen. Zunächst forderten die Betrüger 65.000 Euro, im weiteren Gesprächsverlauf erhöhten sie die Summe auf 100.000 Euro.

Der 83-Jährige durchschaute die Betrugsmasche jedoch und informierte parallel die Polizei. Um die Täter nicht zu warnen, täuschte er vor, auf die Forderung einzugehen, und vereinbarte eine Geldübergabe im Innenstadtbereich von Memmingen. Dort erschien schließlich ein 20-Jähriger, um das vermeintliche Geld entgegenzunehmen. Mit Unterstützung des Geschädigten gelang es der Polizei, den Tatverdächtigen noch vor Ort festzunehmen.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Memmingen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen. Der polnische Tatverdächtige wurde am 14.08.2026 dem Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl und setzte diesen in Vollzug. Der 20-Jährige wurde anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Kriminalpolizei weist erneut ausdrücklich darauf hin, dass weder Polizei noch Justiz jemals telefonisch zu Zahlungen auffordern. Bürgerinnen und Bürger sollten misstrauisch bleiben und niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.

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